Gärtner führen keine Kriege

Preußen Arkadien hinter Stacheldraht

Ausstellung 16. Juli bis 13. November 2016

Ausstellung vom 16. Juli bis 13. November 2016 Ars Sacrow e.V. – Logo

Veranstaltungen

Sonderveranstaltungen

Reihe von Jens Arndt
Filmreihe von Joachim von Vietinghoff

Karten unter: (Diese E-Mail-Adresse ist mit JavaScript geschützt.)
und an der Abendkasse

Preise Veranstaltungen: 10 € | bei Vorlage einer Eintrittskarte, egal welchen Datums: 5 €
Preise Filmreihe: 10 € | ermäßigt 5 €

Sonntag, 7. August 2016 15 Uhr Eingang | Schloss Sacrow

Sonder-Führung mit Gärtner Uwe Held durch den Park Sacrow || Eine tausendjährige Eiche, die weiten Blicke nach Potsdam und Berlin, die Romantik der Sacrower Wiesen, das Linden-Rondell, die Heilandskirche am Port und die Geschichte der »Thusnelda«. Ein Spaziergang als intensiver Einblick in die Gartenkunst. Uwe Held vermittelt praktische und theoretische Aspekte der Arbeit am historischen Garten. Er spricht auch über den Umgang mit dem Lenné‘schen Erbe und die Auseinandersetzung mit nachfolgenden historischen Epochen, die den Garten geprägt haben

Freitag bis Sonntag,
12. – 14. August 2016 ab 21 Uhr | Sacrower Heilandskirche

Lichtinstallation »Lichtachsen reloaded« von Rainer Gottemeier || Anlässlich des 55. Jahrestages des Mauerbaus wird der bekannte Lichtkünstler Rainer Gottemeier an der Heilandskirche in Sacrow drei Tage lang eine Lichtachse entlang der ehemaligen Mauerlinie installieren. Der ganz langsam pulsierende »Licht-Vorhang« dient als Metapher der Reflexion von Grenzlinie, Sichtachse und wechselvoller Geschichte dieses zauberhaften Ortes. Eine poetische Licht- und Sichtachse als Memento an die Zeit der Deutschen Teilung. Eintritt frei

Eine Veranstaltung von Ars Sacrow e. V. in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer.

Sonntag, 14. August 2016 ab 21 Uhr | Sacrower Heilandskirche

Symphonie/Improvisation »Garten-Grenze-Garten« von »The 42 music« + Lichtinstallation »Lichtachsen reloaded« von Rainer Gottemeier || Zu der Lichtinstallation von Rainer Gottemeier an der Heilandskirche werden an diesem Abend die Berliner Musiker von »The 42 music« ihre Symphonie/Improvisation »Garten-Grenze-Garten« aufführen. Das Erlebnis von Musik und Licht, die Umdeutung der einst trennenden Linie in eine Achse der Schönheit, verspricht ein außergewöhnliches Erlebnis zu werden. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung von Ars Sacrow e. V. in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer.

Sonntag, 21. August 2016 15 Uhr | Eingang Schloss Sacrow

»Park Sacrow – Grenze/Zollhunde/Heilung« Führung mit Fotos, Gartendenkmalpfleger

Gerd Schurig durch den Park Sacrow || Der Park Sacrow war von 1973 – 1990 hermetisch abgeriegelt. Die Zollverwaltung der DDR – kontrolliert vom MfS – bildete hier Spürhunde für den Einsatz an den Grenzen aus. Der einst von Lenné gestaltete Park wurde brutal überformt: ganze Grenzanlagen wurden nachgebaut, Trainings-Fahrzeuge abgestellt und sogar eine Flughafen-Kofferband installiert. Nach dem Fall der Mauer und dem Abbau der Zoll-Anlagen begann die aufwändige Rekonstruktion des historischen Gartens.

Freitag, 26. August 2016 19.30 Uhr | Speigelsaal Schloss Sacrow

Reihe »Gartenkunst im Spielfilm« || ORLANDO, UK 1993, Regie: Sally Potter

»Orlando« von Sally Potter nutzt die Möglichkeiten filmischer Fiktion umfänglich – in dem sich nicht nur der englische Adlige Orlando, gespielt von der wunderbaren Tilda Swindon, in eine moderne junge Frau verwandelt, dies vollzieht sich zudem über fast 500 Jahre. Eine bildstarke Reise nicht nur durch die verschiedensten Gärten sondern auch Zeiten und eben des Geschlechtes.

Samstag, 27. August 2016 15 Uhr | Eingang Schloss Sacrow

Kuratoren-Führung durch die Ausstellung || Kurator Jens Arndt gibt Einblicke in die Gestaltung, erklärt die inhaltliche Ausrichtung von »Gärtner führen keine Kriege« und erzählt Geschichten hinter den Geschichten der Ausstellung.

Samstag, 03. September 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Krankheitshalber verschoben
auf Samstag, 29. Oktober 2016, 18:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Gärtner im Grenzbereich« || Die Potsdam-Berliner Kulturlandschaft rund um die Glienicker Brücke war während des Kalten Krieges mit Mauer, Streckmetallzäunen und vergifteten Böden in ihren schönsten Bereichen zerstört worden. Für die verantwortlichen Gärtner war es eine fast unlösbare Aufgabe »ihr« Gesamtkunstwerk gegen die fortschreitenden Zerstörungen durch die Grenze zu schützen.

Zeitzeugen-Gespräch (inkl. Bildprojektionen) mit Dr. Harri Günther, Heinrich Hamann, Prof. Dr. Michael Seiler | Moderation: Jens Arndt

Sonntag, 11. September 2016 15 Uhr | Eingang Schloss Sacrow

Sonder-Führung mit Gärtner Uwe Held durch den Park Sacrow || Eine tausendjährige Eiche, die weiten Blicke nach Potsdam und Berlin, die Romantik der Sacrower Wiesen, das Linden-Rondell, die Heilandskirche am Port und die Geschichte der »Thusnelda«. Ein Spaziergang als intensiver Einblick in die Gartenkunst. Uwe Held vermittelt praktische und theoretische Aspekte der Arbeit am historischen Garten. Er spricht auch über den Umgang mit dem Lenné‘schen Erbe und die Auseinandersetzung mit nachfolgenden historischen Epochen, die den Garten geprägt haben.

Samstag, 17. September 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Alltag im Grenzgebiet – Leben mit der Mauer in Sacrow« || Der Ort Sacrow war zur Mauerzeit »Grenzgebiet«. Der Alltag im abgeriegelten Ort funktionierte nach ganz eigenen Regeln, die durch die Grenze bestimmt waren. Betreten konnte das Gebiet, das durch Schlagbäume abgeriegelt war nur, wer einen Passierschein oder einen Sonderstempel in seinem Ausweis hatte. Drei Zeitzeugen aus Sacrow erzählen über ihr Leben mit der Mauer.

Moderation: Jens Arndt, Beamer-Projektion von Fotos

Sonntag, 18. September 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Im Garten der Romantik« Lesung: Hans von Trotha || Renaissancegärten, Barockgärten, englische Parks – alles gut, schön und vernünftig. Einen Romantischen Garten aber hat es nie gegeben, obwohl sich kaum jemand so obsessiv mit Natur beschäftigte wie die Romantiker. Diese Leute nämlich hatten Größeres vor. Statt Gärten entdeckten sie die Alpen, suchten in der Natur das Unendliche, und entdeckten die gewaltigste Natur am Ende, oh Wunder, in sich selbst: Für Jean Paul war sie sein »inneres Afrika« – einen Garten im engeren Sinne brauchte die Romantik gar nicht. Und so schreibt Hans von Trotha, der fast alle Gärten Europas kennt, bereist und gedeutet hat, in diesem Buch um eine herrliche Leerstelle herum.

Samstag, 24. September 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Verschwommen« Lesung: Rita Bergemann und Angelika Basdorf || Rita Bergemann hat im Laufe ihres Lebens mehr als einmal ihre Heimat verloren. In dem Buch »Verschwommen«, aufgeschrieben von der Journalistin Angelika Basdorf, erzählt sie ihre Geschichte. Dabei ist die spektakuläre Flucht – zwei Monate nach der Abrieglung der Grenze am 13. August 1961 – von Potsdam nach West-Berlin, schwimmend von Sacrow nach Moorlake, das emotional mitreißendste Erlebnis dieser Zeitzeugin des Kalten Krieges.

Freitag, 30. September 2016 19.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Reihe »Gartenkunst im Spielfilm« || MEIN ONKEL, F 1985, Regie: Jaques Tati

In Jaques Tati´s unvergleichlicher Komödie »Mon Oncle« aus dem Jahre 1958 steht der modernistisch, skurrile, durch-automatisierte Garten im Zentrum des Geschehens, er wird durch seine selbsttätigen Maschinen und Kunstwerke quasi zum Protagonisten. Amusement vorprogrammiert!

Sonntag, 02. Oktober 2016 15.00 Uhr | Eingang Schloss Sacrow

Sonder-Führung mit Gärtner Uwe Held durch den Park Sacrow || Eine tausendjährige Eiche, die weiten Blicke nach Potsdam und Berlin, die Romantik der Sacrower Wiesen, das Linden-Rondell, die Heilandskirche am Port und die Geschichte der »Thusnelda«. Ein Spaziergang als intensiver Einblick in die Gartenkunst. Uwe Held vermittelt praktische und theoretische Aspekte der Arbeit am historischen Garten. Er spricht auch über den Umgang mit dem Lenné‘schen Erbe und die Auseinandersetzung mit nachfolgenden historischen Epochen, die den Garten geprägt haben.

Montag, 03. Oktober 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Der Berliner Mauerweg || Zum Tag der deutschen Einheit wird Michael Cramer (Europa Parlamentarier der Grünen) einen Vortrag mit Bildern über den Berliner Mauerweg halten. Michael Cramer gilt als »Erfinder« des beliebten Weges entlang der ehemaligen Demarkationslinie. Auf rund 160 Kilometern in und um Berlin herum verbindet der Mauer-Radweg in zwanzig Etappen touristische Reize mit politischer Bildung.

Samstag, 08. Oktober 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Drei Fotografen sehen die Grenze« || Als kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 alles in den Westen strömte, gingen sie in die Verbotszone der alten untergehenden DDR-Welt. In den Grenzstreifen in Potsdam zu West-Berlin. Die Bilder der drei FotografInnen sind beeindruckende Zeugnisse wie menschenverachtend der SED-Staat seine Bürger behandelte. Zur Einführung der Veranstaltung wird ein Kurz-Film eines Potsdamer Filmgymnasium Schülers Maximilian Bosch über die Auseinandersetzung der drei FotografInnen mit dem Thema Mauer gezeigt.

Gespräch mit Peter Rohn, Monika Schulz-Fieguth, Klaus Fahlbusch mit Foto-Projektion, Kurz-Dokfilm zum Thema, Moderation: Jens Arndt

Freitag, 14. Oktober 2016 19.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Reihe »Gartenkunst im Spielfilm« || MARIE ANTOINETTE, USA 2006, Regie: Sophia Coppola

»Marie Antoinette« schwelgt nicht nur in verschwenderischen Bildern zahlreicher französischer Barockgärten, gedreht wurde unteranderem in Versailles, sondern beeindruckt durch den fast schon legendären Soundtrack von Sophia Coppola. Für ihre Teenie Coming-of-Age Story konfrontiert die Regisseurin höfische Musik des 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Sounds. Kirsten Dunst als Marie Antoinette, sehenswert.

Samstag, 15. Oktober 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Lenné, Pückler und ihr (Welt-) Erbe« || Die Parks der deutschen Gartengestalter Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst Pückler gerieten im 20. Jahrhundert unter den Einfluss des politischen Zeitgeistes. Der Pückler-Park in Muskau wurde 1945 durch die Neuziehung der deutsch-polnischen Grenze geteilt. Lennés Konzept einer grenzenlosen Kulturlandschaft erfuhr seine brutale Beschneidung durch die Grenzanlagen der DDR. Beide Stätten wurden nach der Wiedervereinigung Welterbe der UNESCO. Über das Erbe der beiden Gartenkünstler im 20. und 21. Jahrhundert:

Hartmut Dorgerloh (Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg) und Cord Panning (Geschäftsführer und Parkdirektor Stiftung »Fürst-Pückler-Park Bad Muskau«), Moderation: Prof. Dr. Axel Klausmeier (Stiftung Berliner Mauer)

Sonntag, 16. Oktober 2016 15 Uhr | Eingang Schloss Sacrow

Kuratoren-Führung durch die Ausstellung || Kurator Jens Arndt gibt Einblicke in die Gestaltung, erklärt die inhaltliche Ausrichtung von »Gärtner führen keine Kriege« und erzählt Geschichten hinter den Geschichten der Ausstellung.

Samstag, 22. Oktober 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Gartenkunst vs. Naturschutz« || Wäre der freie Blick auf das weisse Pfaueninsel Schloss vom Park Sacrow wichtiger als 30 Erlen, die – wild gewachsen – diese Aussicht verdecken? Und warum ist das Glienicker Maschinenhaus auf zeitgenössischen Gemälden des 19. Jahrhunderts zu sehen und heute nicht mehr? Eine kontroverse Diskussion: Müssen sich Ökologie und Ästhetik ausschließen? Ist Gartenkunst mit Naturschutz vereinbar? Gibt es Kompromisse? Kurzvorträge mit Beamer-Projektionen und anschließender Podiums-Diskussion mit:

Klaus von Krosigk (Gartenhistoriker und ehemaliger Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin). Ingo Kowarik (Professor für Ökosystemkunde und Pflanzenökologie an der TU Berlin) Moderation: Jens Arndt

Freitag, 28. Oktober 2016 19.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Reihe »Gartenkunst im Spielfilm« || Überraschungs-Film zum Abschluss der Reihe

Samstag, 29. Oktober 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

»Gärtner im Grenzbereich« || Die Potsdam-Berliner Kulturlandschaft rund um die Glienicker Brücke war während des Kalten Krieges mit Mauer, Streckmetallzäunen und vergifteten Böden in ihren schönsten Bereichen zerstört worden. Für die verantwortlichen Gärtner war es eine fast unlösbare Aufgabe »ihr« Gesamtkunstwerk gegen die fortschreitenden Zerstörungen durch die Grenze zu schützen.

Zeitzeugen-Gespräch (inkl. Bildprojektionen) mit Dr. Harri Günther, Heinrich Hamann, Prof. Dr. Michael Seiler | Moderation: Jens Arndt

Mittwoch, 09. November 2016 18.30 Uhr | Spiegelsaal Schloss Sacrow

Der 9. November 1989 in Sacrow || Im hermetisch abgeriegelten Grenzgebiet des Ortes Sacrow hatte der 9. November 1989 eine besondere Bedeutung. Sehr schnell drangen die Sacrower in den immer noch von Grenzern bewachten Todesstreifen ein, um »ihre Kirche« – die Heilandskirche – nach Jahrzehnten der Absperrung sehen zu können. Beeindruckende Foto- und Film-Dokumente ergänzen die spannenden Berichte von Sacrower Bürger-Innen über diese Tage nach dem Fall der Mauer. Drei bis fünf Sacrower Zeitzeugen mit Beamer-Projektion von Fotos, Moderation: Jens Arndt